Schlagwörter

, ,

 photo schumacher bonanze.jpg

Ja warum pfeift er denn Bonanza? Darauf wird nicht eingegangen.
Das Buch ist Schumachers frustrierte Abrechnung mit dem neumodischen Krimkrams, mit der Fortentwicklung der Geräte. Was gut beginnt mit dem Kopfkino wie das Leben mit dem Kühlschrank werden könnte, der von sich selbst aus Milch nachbestellt, flacht sehr schnell ab.
Schumacher erzählt aus der Ich-Perspektive und gibt kleine Anekdoten aus seinem Leben zum Besten, natürlich nicht ohne hier und da Seitenhiebe zu verteilen. So grotesk und übertrieben seine Grützner-Bücher wirkten, so genervt vom heutigen Stand der Technik wirkt er heute.

Das Buch liest sich insgesamt weniger flüssig, man wartet auf die großartigen Lacher und wird meistens enttäuscht. Ein paar Seitenhiebe weniger, ein bisschen bissiger und abgedrehter wäre schön gewesen.
Klar es ist immernoch an vielen Stellen lustig, aber es fehlt die Übertreibung. So wirkt es wie ein verzweifelter Versuch Aufmerksamkeit, bzw. Geld anhand der verkauften Bücher zu kriegen.

Zudem gibt es in dem Buch gröbere Schnitzer.
In einem Kapitel regt er sich über die Ladekabel auf. Eines seiner Beispiele sind Handyladekabel, die pro Hersteller und dort pro Generation so viel anders seien. Dass seit einigen Jahren eine Standardisierung eingesetzt hat (mit Ausnahme Apples), aufgrund einer EU Regelung, und nun nur Micro/Mini-USB-Anschlüsse verwendet werden, was das ganze sehr viel einfacher macht, scheint ihm entgangen zu sein.

Als Lektüre für zwischendurch ganz nett, aber viel erwarten sollte man nicht davon. Das nächste Buch sollte bitte wieder von Grützner handeln und dabei weniger autobiographisches, sondern mehr Übertreibungen als stilistisches Mittel verwenden.

Advertisements