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Als ich mir Anfang des Jahres Andy Weir – Der Marsianer geholt hatte, fiel mir im Bestsellerregal noch ein mir neues Stephen King Buch auf. Da es nur ein Taschenbuch ist, nicht so dick und relativ billig, hatte ich das auch gleich noch mit gekauft.

Der Inhalt ist relativ schnell nacherzählt. Devin Jones ist Student und möchte in den Sommerferien jobben um ein wenig Geld zu haben. Er bekommt einen Job im Joyland, einem kleinen Vergnügungspark. Schon beim Vorstellungsgespräch lernt er doch ein paar der Festangestellten Parkmitarbeiter kennen und ist denen symphatisch. Der Mann vom Riesenrad empfhielt ihm eine Pension im nächsten Ort als Unterkunft für die paar Wochen.
Dort vor Ort bekommt er ein Zimmer und hört zugleich von seiner Vermieterin, dass es im Park spuken soll! Vor ein paar Jahren wurde in der Geisterbahn eine junge Frau ermordet und der Mord wurde nie aufgeklärt. Der Geist der jungen Frau geht wohl noch um! Ich nehme vorweg: Devin wird den Geist nie sehen. Er ist neidisch auf einen Kumpel und einen kleinen Jungen, die beide den Geist sehen.

Leider wird dann von seiner Freundin (die erste große Liebe) verlassen, so dass sich seinen Gedanken ständig um sie drehen, was anfangs nachvollziehbar und später nervig ist.
Um seine Gedanken abzulenken stürzt er sich in die Arbeit in Joyland. Schnell wird er positiv von den Festangestellten gesehen. Selbst der Parkleiter findet seine Arbeit sehr gut. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er sich sehr sehr gut als Joylandmaskottchen Howie der Hund macht und damit sehr gut die Kinder bespaßen kann.

Das ganze geht dann so weit, dass er zum Herbst/Wintersemester nicht zurück an die Uni geht, sondern erst einmal weiter in Joyland bleibt und dort arbeitet.
Eine Kollegin von den Hilfskräften bittet er etwas nach dem Mord zu rechierchieren. Im Oktober besucht sie ihn (naja sie und ihr Freund, der Kumpel der den Geist gesehen hat) und bringt ihm die Unterlagen mit. Nach einiger Grübelei kriegt er mit wer der Mörder war, dass er ihn kennt, dass er immernoch in Joyland arbeitet und es kommt zum Showdown des Buches.

Ganz nebenbei lernt er noch eine alleinerziehende Mutter mit ihrem totkranken Jungen kennen. Der Junge besitzt eine übersinnliche Gabe, so dass er natürlich den Geist sieht und ihm den Weg „raus“ weist, so dass es nie weder in Joyland spuken wird.
Die Mutter ist natürlich nur 10 Jahre älter und nach einigen eisigen Gesprächen erlebt er bei ihr auch sein 8sekündiges 1. Mal…(sowie einen 2. und 3. Versuch)
Die Mutter ist es auch, die den Mörder erschießt, als dieser Devin töten will.

Das Buch endet damit, dass der Junge gestorben ist und sie seine Asche im Meer und am Strand verteilen.

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Nach der actiongeladenen Offensive von Matthew Reilly wirkte dieses Buch natürlich eherlangweilig. Es scheint vor sich hin zu plätschern und keine großartigen Höhepunkte zu haben. Scheint!
Die Tatsache, dass ich jedoch ständig das Bedürfnis hatte das Buch zu schnappen und weiterzulesen, zeigt aber eher, dass King es schafft im Ruhigen einen sehr guten Spannungsbogen zu aufzubauen und die Charaktere sehr gut zu zeichnen.
Man darf keine Rambo-ist-nichts-dagegen-Situationen erwarten. Es ist ein sehr guter…ja was ist das? Ein Thriller?
Es beschreibt einen normalen Studenten, der mit seinen Problemen zu kämpfen hat. Nur mit dem Unterschied, dass hier eine Prise Übersinnliches hinzugegeben wurde. Horror heißt nicht immer abschlachten im Stile von Scream, Horror kann auch ganz subtil sein.

Mir hat das Buch gefallen und ich glaube demnächst lese ich ein Kingbuch welches noch bei mir im Regal steht. Wofür ich damals zu Unizeiten nie Zeit hatte.

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