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Eine klare Nacht in Philadelphia. Eine schöne junge Frau in einem weißen Kleid sitzt am Ufer des Flusses und starrt mit großen Augen zum Mond. Auf den ersten Blick sieht sie aus wie eine Märchenfee, bedeckt von einer glitzernden Schicht aus Eis. Auf den zweiten Blick sieht man, dass ihre Schuhe fehlen. Und ihre Füße. Eine Spur von weiteren Leichen führt den Schuykill River hinauf.

Verzweifelt versuchen Jessica Balzano und Kevin Byrne, Detectives der Mordkommission, die Zeichen zu deuten, die der Täter hinterlässt. Was hat der Verrückte im Sinn, der im Licht des Vollmonds grausige Märchen inszeniert? Und wer tötet die Verdächtigen?

Das Buch war mal wieder ein Fund bei den Mängelexemplaren vom Kaufland. 3,99€ für dieses Buch war wirklich günstig!

Ein Serienkiller ermordet Frauen und stellt sie als Märchenfiguren aus Hans-Christian Andersens Märchen vor. Man begleitet zwei Detectives dabei ihn aufzuspüren um Schlimmeres abzuwenden. Gleichzeitig erfährt man, dass es zwei Männer gibt, die sich vordergründig als Geistliche Ausgeben, aber durch die Dinge die ihnen gebeichtet werden (Kindesmisshandlungen, Vergewaltigungen) wissen wer die „Bösen“ sind und diese Männer zur Strecke bringen. Im Endeffekt suchen sie jedoch nur den Mörder ihrer kleinen Schwester (ach wer hätte DAS gedacht, dass es sich um den gleichen handelt, nach all den Jahren).

Man verfolgt die beiden Detectives Byrne und Bolzano, bekommt ihre Gedanken mit und ihre Sorgen. Während Bolzano zwar als toughe Frau die boxt eingeführt wird (und mir durch das Boxen sympathisch ist), hat sie doch auch immer Gedanken, dass sie ein zweites Kind will, am liebsten auf dem Land leben blaa blaaaa. Als ob alle Frauen solche Gedanken haben, während sie gerade bei einer Ermittlung sind.
Byrne hingegen bleibt fast die gesamte Zeit recht sachlich und beim Thema. Er muss sich zwar damit herumschlagen, dass er quasi einen Stalker hat, der ihm ans Leder möchte, doch ist das wunderbar mit der Geschichte drum herum verknüpft. Es wird zwar auch noch eingeworfen, dass er eine Tochter hat mit der er sich trifft, doch das läuft eher so halb nebenher und man erahnt an Hand des Textes, dass sich da auf die vorhergehenden Bücher bezogen wird.

Insgesamt war das Buch gut durchdacht und ziemlich spannend zu lesen. Ich überlege schon ob ich mir noch andere Bücher aus der Reihe hole. Perfekt war es nicht, aber um eine spannende Story zu lesen reichte es.

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