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Nein diesmal war es kein Mängelexemplar, sondern ein recht spontaner Kauf im Buchladen.

Anmutig, behütet und golden, so scheint die abgeschirmte Welt des traditionsreichen Mädcheninternats St. Kilda. Doch vor einem Jahr ist dort im Park ein Junge erschlagen worden. Nun hängt sein Bild am Schwarzen Brett – mit der Überschrift: ICH WEISS, WER IHN GETÖTET HAT. Nur eines von acht Mädchen kann die Karte aufgehängt haben. In zwei Cliquen stehen sie sich gegenüber – unverbrüchliche Freundinnen, erbarmungslose Feindinnen. Der junge Detective Stephen Moran kennt eines der Mädchen, Holly Mackey, aus einem früheren Fall und meint zu wissen, was auf dem Spiel steht. Bis er hinter den Mauern von St. Kilda selbst in das verfängliche Netz aus Träumen und Lügen gerät.

Wenn man Bücher aus einer Buchreihe kauft, muss man aufpassen, ob es überhaupt funktioniert. Es könnte sein, dass man zu wenig Hintergrundwissen hat, vor allem, da das schon der 5. Band einer Reihe war.
Später habe ich mitbekommen, dass es bei dieser Autorin geht, da sie Nebencharaktere der vorhergehenden Bücher als Hauptcharaktere nutzt. Man verpasst nicht viel und für Fans der Reihe sind kleine Andeutung dabei.

Das Buch verfolgt zwei Zeitstränge. Der eine spielt quasi im Hier und Jetzt. Detective Moran bekommt von der Tochter eines Kollegen eine Karte auf der steht man wisse was mit Chris Harper passiert wäre. Dabei wird auf einen Mord ein Jahr zuvor angespielt. Chris Harper war ein Junge von der Jungsschule nahe des St. Kilda (auf dem Holly ist) und wurde auf dem Gelände der St. Kilda gefunden. Moran geht damit zum Morddezernat und fährt mit der unbeliebten Detective Conway zum Kilda. Ein Jahr zuvor war es ihr Fall, welchen sie bis heute nicht gelöst hat.
Anfangs können die beiden sich überhaupt nicht leiden, doch im Laufe des Tages bemerken sie, dass sie ein sehr gutes Team sind. (Guter Bulle, Böser Bulle).

Der andere Zeitstrang zeigt uns Holly und ihre drei Freundinnen von dem Tag an, an dem Holly Internatsschülerin wird. Wir erfahren wie sie zusammenhalten, wie der Alltag der Schüler ist und nach und nach auch wie sich die Situation zugespitzt hat und wer Chris ermordet hat.

Das Ende des zweiten Zeitstrangs ist gleichzeitig der Anfang des ersten.
Es war sehr spannend geschrieben und die Länge von weit über 500 Seiten bekam man überhaupt nicht mit. Zu interessant war wie die Detectives sich vortasteten. Einzig im zweiten Drittel des Buches wurde es zeitweise langweilig, als die Mädels entdeckten, dass sie „magische Fähigkeiten“ haben. Ob sie es wirklich hatten oder sich kollektiv eingebildet haben erfährt man dabei nicht.
Was man erfährt ist, dass auch diese vier Freundinnen, die sich anfangs alles erzählt haben, sich dahin entwickeln, dass sie Geheimnisse haben und ihr eigenes Ding durchziehen. Sie werden erwachsen und treffen auf ihre eigenen Probleme und Gedanken und auch auf Jungs. Einer davon ist Chris. Was natürlich zum Streit mit einer anderen Mädchenclique (ich nenne sie mal die Tüsschen) führt, da die Obertusse was mit ihm hatte und er sie abserviert hat.
Das Buch strotzt vor Anschuldigungen zwischen den Cliquen, quasi schon Stutenbissgkeit und der Frage was von dem Erzählten nun wahr ist und was nicht.
Wer gerade erst aus der Schule kommt und froh ist so etwas los zu haben, sollte das Buch vielleicht nicht lesen. Wer schon einen gewissen Abstand zur Schulzeit hat und inzwischen schmunzeln kann bei solchen Themen, sollte sich das Buch nehmen und sich damit in Erinnerung rufen wie Teenager nunmal drauf sind.

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