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In Broken Harbour, einer windgepeitschten Geisterstadt voller Bauruinen, ist eine ganze Familie ausgelöscht worden. Seltsame Löcher klaffen in den Wänden ihres Hauses. Kühl und methodisch beginnt Detective Kennedy mit den Ermittlungen – doch Broken Harbour zieht auch ihn erbarmungslos in sein zerstörerisches Kraftfeld

Die Beschreibung passt nicht ganz und dann doch wieder.
Mike Kennedy wird nicht in dieses Kraftfeld gezogen, er war schon längst drin, da er in seiner Kindheit immer mit seiner Familie dort Urlaub gemacht hat. Es ist auch der Ort, an dem seine Mutter sich umgebracht hat. Allgemein lernt man recht viel über Kennedys Familie, vor allem über seine verrückte Schwester Dina, die ihm sein einsames Leben zur Hölle macht.

Doch zurück zu Anfang.
Kennedy wird zu dem Fall gerufen und muss den Frischling Richie mitnehmen. Er merkt relativ schnell, dass Richie gut mit den Zeugen umgehen kann, den Kumpel spielen kann und somit mehr herausbekommt. Er fühlt sich langsam wohl in seiner Rolle des Partners, statt des einsamen Wolfes. Immer wieder kriegt man Einblicke in die Psyche des Detectives und wie unzufrieden er mit seiner einsamen Situation ist, wie sehr er sich Sorgen macht um seine Schwester und wie Nahe ihre Aussetzer ihm gehen.

Der Fall selbst scheint Anfangs relativ einfach zu sein. Eine Familie wird ermordet, man findet in der Nähe ein Versteck eines Stalkers und kann diesen kurze Zeit später fassen. Er gesteht auch sehr schnell, doch irgendetwas stimmt an dieser stelle nicht und die Suche geht weiter.
Nach und nach deckt man auf, dass hinter der perfekt scheinenden Fassade der Familie doch mehr steckt, inklusive dieser Löcher in den wenden. Was ist in diesem Haus passiert und was haben die Löcher damit zu tun? Am Ende steht die eine Überlebende vor dem Trümmern ihrer Existenz. Doch ist sie so unschuldig daran?

Ein spannend geschriebener Krimi. Mir gefällt die Wendung was den Jungspund Richie angeht nicht ganz. Aber das ist Geschmackssache. Der Twist am Ende wurde jedoch gekonnt hingelegt und man ahnt nicht, dass es so ausgeht.

Wie schon „Geheimer Ort“ habe ich dieses Buch von tana French sehr genossen und überlege, ob ich mir noch die anderen Bücher von ihr hole.

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