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Sarah und Emily Grimes wachsen in den USA der 30er Jahre auf. Beide haben unter den Launen ihrer rastlosen, exzentrischen Mutter zu leiden, die sich nach gesellschaftlichem Aufstieg sehnt. Während Sarah früh heiratet und drei Söhne bekommt, macht Emily über die Jahre Karriere und stürzt sich von einer Affäre in die nächste. Schließlich scheinen beide das Leben zu führen, das sie immer wollten. Doch Sarahs Ehe ist nicht so glücklich, wie alle glauben, und Emily wird sich bewusst, was ihr im Leben fehlt…

Das Buch selbst beginnt damit zu erzählen wo alles Scheitern und die Fehler begangen, nämlich bei der Scheidung ihrer Eltern. Die Kinder mussten ständig mit ihrer Mutter umziehen und nie eine richtige Verbindung zu ihrem Vater aufbauen.
Später erfährt man, dass Sarah das durchaus tun konnte, bei wöchentlichen Besuchen in ihrer Heimat New York. Eigentlich musste sie wegen ihrer Spange hin (Emily bekam keine), doch die Häufigkeit unterschied sich von dem was der Mutter und der Schwester erzähöt wurde. Während Sarah also mit ihrem Vater unterwegs ist und später mit Freunden unterwegs ist, resp. auf Feiern, sitzt Emily zuhause und muss sich mit ihrer Mutter anschweigen.

Die Jahre ziehen dahin und während Sarah einen Freund mit Nachhause bringt, der alle belogen hat und dann unerwünscht ist, wird später der Wunsch der Mutter erfüllt und sie kommt mit dem Sohn von Nachbarn zusammen, den sie später heiratet. Emily dagegen bekommt ein Stipendium fürs College und lässt sich von einem Soldaten im Park entjungfern.

So gehen die ungleichen Schwestern in extrem nuterschiedliche Richtungen.
Sarah wird schwanger und scheint die gute Hausfrau und Mutter zu sein und Emily hat ein Leben mit wechselnden Partnern, zieht zwischenzeitlich weg und kommt wieder und macht Karriere.
Doch was bringt es Ihnen?
Wie eine Leserin bei Lovelybooks so schön beschrieb, so erzählt das Buch vom Scheiterm im Kleinen. Beide wollen ihren amerikanischen Traum leben. Die Eine durch die Familie, die jedoch ihre Hobbys nicht ausführen kann (erst will sie ein Buch über die Familiengeschichte ihres Mannes schreiben und später lustige, kleine Geschichten und beendet nichts von alldem) und von ihrem Mann geschlagen wird und die Andere schafft es nicht eine Beziehung länger aufrecht zu erhalten und scheitert später auch in ihrem Job um am Ende ganz allein zu sein und zu vereinsamen.
Bei jeglichen Familientreffen ist immer wieder Alkohol im Spiel. Anfangs um die Mutter zu ertragen, am Ende sicher da es eine Sucht geworden ist.

Am Ende des Buches ist Sarah tot, offiziell durch eine durch Alkohol entstandene Leberzirrhose (auch wenn Emily denkt ihr Mann hätte sie umgebracht).
Emily kündigt, als sie gerade gefeuert werden sollte, lebt von Sozialhilfe, da sie keinen neuen Job hat und hat niemanden mit dem sie Reden kann.

Insgesamt lies sich das Buch sehr spannend und war kurzweilig. Die einzelnen Situationen im Leben von Emily sind gut beschrieben und auch aus heutiger Sicht auch nachvollziehbar. (Im Buch nennt einer ihrer Neffen sie Freigeist und quasi Emanze der ersten Stunde).

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