Bifteki mit Tomatenreis

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Und mal wieder etwas Griechisches.

Für die Bifteki

  • 500g Hackfleisch gemischt
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer, Oregano, (Chili)
  • etwas Semmelmehl (wenig!)

Für den Tomatenreis

  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Öl
  • 200g Reis
  • 750ml Tomatensaft
  • 500ml Brühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker

Für die Sauce

  • 1 Becher Sahne
  • 250ml Tomatensaft
  • Schuss Metaxa
  • 3/4 Stück Gouda (gerieben)

Der Tomatenreis:
Den Knoblauch schälen und klein pressen. Das Öl in einem Topf erhitzen und den Knoblauch zusammen mit dem Reis anschwitzen. Das Ganze dann mit 750ml Tomatensaft ablöschen und mindestens 25Minute köcheln lassen,
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bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat. Das dann mit etwas Salz, Pfeffer und einer Priese Zucker würzen.
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Bifteki
Eis, Hackfleisch, Gewürze und ein wenig Semmelmehl vermischen, bis es eine gut knetbare/formbare Masse ist araus 3 Hacksteaks formen. Mit etwas Öl in einer Pfanne anbraten bis die Seiten eine schöne, bräunliche Farbe haben.
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Dann in eine Auflaufform geben, sodass die Pfanne für den nächsten Schritt verwendet werden kann.
Das restliche Bratfett moit einem Schuss Metaxa ablöschen und dann die Sahne, die Brühe und den restlichen Tomatensaft in die Panne geben und alles aufkochen lassen. Dabei kann dann schon ein Teil des Käses in die Sauce gegeben werden (ich habe ca. die Hälfte genommen).
Die Sauce über die Bifteki geben und den restlichen Käse draufstreuen.
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Nun muss die Auflaufform noch für ein paar Minuten in den Ofen (200°C Ober/Unterhitze) bis der Käse gold-gelb ist.
Bei uns gab es noch Bohnen dazu, sodass ich diese dann auch noch angebraten habe, während der Reis vor sich hinköchelte und das Fleisch im Ofen war.
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Tana French – Schattenstill

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In Broken Harbour, einer windgepeitschten Geisterstadt voller Bauruinen, ist eine ganze Familie ausgelöscht worden. Seltsame Löcher klaffen in den Wänden ihres Hauses. Kühl und methodisch beginnt Detective Kennedy mit den Ermittlungen – doch Broken Harbour zieht auch ihn erbarmungslos in sein zerstörerisches Kraftfeld

Die Beschreibung passt nicht ganz und dann doch wieder.
Mike Kennedy wird nicht in dieses Kraftfeld gezogen, er war schon längst drin, da er in seiner Kindheit immer mit seiner Familie dort Urlaub gemacht hat. Es ist auch der Ort, an dem seine Mutter sich umgebracht hat. Allgemein lernt man recht viel über Kennedys Familie, vor allem über seine verrückte Schwester Dina, die ihm sein einsames Leben zur Hölle macht.

Doch zurück zu Anfang.
Kennedy wird zu dem Fall gerufen und muss den Frischling Richie mitnehmen. Er merkt relativ schnell, dass Richie gut mit den Zeugen umgehen kann, den Kumpel spielen kann und somit mehr herausbekommt. Er fühlt sich langsam wohl in seiner Rolle des Partners, statt des einsamen Wolfes. Immer wieder kriegt man Einblicke in die Psyche des Detectives und wie unzufrieden er mit seiner einsamen Situation ist, wie sehr er sich Sorgen macht um seine Schwester und wie Nahe ihre Aussetzer ihm gehen.

Der Fall selbst scheint Anfangs relativ einfach zu sein. Eine Familie wird ermordet, man findet in der Nähe ein Versteck eines Stalkers und kann diesen kurze Zeit später fassen. Er gesteht auch sehr schnell, doch irgendetwas stimmt an dieser stelle nicht und die Suche geht weiter.
Nach und nach deckt man auf, dass hinter der perfekt scheinenden Fassade der Familie doch mehr steckt, inklusive dieser Löcher in den wenden. Was ist in diesem Haus passiert und was haben die Löcher damit zu tun? Am Ende steht die eine Überlebende vor dem Trümmern ihrer Existenz. Doch ist sie so unschuldig daran?

Ein spannend geschriebener Krimi. Mir gefällt die Wendung was den Jungspund Richie angeht nicht ganz. Aber das ist Geschmackssache. Der Twist am Ende wurde jedoch gekonnt hingelegt und man ahnt nicht, dass es so ausgeht.

Wie schon „Geheimer Ort“ habe ich dieses Buch von tana French sehr genossen und überlege, ob ich mir noch die anderen Bücher von ihr hole.

Yakitori

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Um nicht immer nur, kjulinarisch gesehen, in Europa zu bleiben, google ich manchmal nach anderen Ländern und deren Rezepten. Dann wäge ich ab, ob ich mäkliges Wesen das essen würde und ab und an schafft es ein Rezept in meine Küche. So diesmal auch Yakitori, japanische Hähnchenspieße.

  • 500g Hähnchenbrustfilet
  • 6 EL Zucker
  • 6 EL Mirin
  • 6 EL Sake
  • 6 EL Sojasauce
  • 2 EL Erdnussöl
  • ein kleines Stück Ingwer
  • 4 Knoblauchzehen
  • Schnittlauch zum garnieren
  • etwas Sesam zum drüberstreuen

Das ist wieder ein Rezept, bei dem das Fleisch mariniert wird. Es sollte mindestens 30 Minuten in der Sauce ziehen. Ich nehme Schnittlauch, statt Frühlingszwiebeln, weil..naja…wie oft kommt in meinem Blog das Wort Zwiebel vor? Gar nicht. Ich hasse den Geschmack. Allerdings kann man bei diesem Gericht Frühlingszwiebeln verwenden, so wie ich den Schnittlauch.

Die Hähnchenstücke in kleine Teile schneiden, sodass sie auf einen Holzspieß passen.

Die Knoblauchzehen und den Ingwer feinhacken und mit dem Zucker, Mirin, Sake, der Sojasauce und dem Erdnussöl in einen Mixer geben und alles vermengen.
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Die Sauce und das Fleisch zusammen in eine Schüssel geben und ziehen lassen.
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Ich hatte es Mittags für Abends angesetzt.

Die Holzspieße mindestens 10 Minuten wässern, damit diese nicht anbrennen und sich das Fleisch besser lösen lässt.
Nun abwechselnd Hähnchen und Schnittlauch auf die Spieße geben. Ich habe den Schnittlauch einfach ein paar mal um den Spieß gerollt. (bei einigen habe ich es dann einfach weggelassen und den Schnittlauch so hinzugegeben.
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Eine Grillpfanne auf dem Herd erhitzen, sodass diese schön heiß ist und dann die Spieße hineingeben und von allen Seiten gut anbraten.
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Währenddessen wird die restliche Marinade in einem Topf erwärmt, sodass sie schön eindrickt. Die Hähnchenspieße werden dann immer wieder mit der Marinade eingepinselt, sodass sich eine schöne Kruste bildet.

Dazu gab es bei uns Tomaten-Basilikum-Salat mit Himbeeressig,, Salz und Pfeffer was geschmacklich eine interessante Abrundung ergab.
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Thüringer Wald 2016 – Burg Schleusingen

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Als letzten Ausflug an dem Wochenende, waren wir noch auf Burg Schleusingen (den Rest der Zeit haben wir noch mit Bogenschießen, Wellness und einem Besuch in der Hoteleigenen Fliegerbar zugebracht. Die Bar ist einfach toll für Flugbegeisterte Menschen).

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Die Burg selbst ist inzwischen ein Museum. Der Turm konnte aufgrund des Wetters leider nicht bestiegen werden, doch alle Ausstellungen waren geöffnet. Eine wechselnde Ausstellung war bei unserem Besucht über Meerestiere (etwas unpassend für den Thüringer Wald). Der Rest der Rundführung war über die Mineralien im Gebirge (interessant, aber wie deutsche Museen sind, sehr langatmig und viel zu lesen, statt mitzumachen), über die Flora und Fauna im Verlauf der Jahrhunderte und nur ein kleiner teil war das, was wir eigentlich erwartet hatten. So etwas wie ein Heimatkundemuseum über die Gebräuche, Gewerke und Historie der Burg und der Umgebung.
Schön fand ich, dass man sich einen Fotopass kaufen konnte und Bilder machen. Einige Malereien oder Rüstungsverzierungen waren zu schön/interessant um sie nicht abzulichten
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Es hatte schon früh angefangen extrem zu schneien und hörte den Tag über nicht auf. Auf dem Weg zwischen Bunker und Schaubergwerk hatten wir schon einen BMW im Graben liegen sehen und auf dem Weg zwischen Schaubergwerk und Burg ein anderes Auto, welches einen Hang runtergerutscht ist.
Einen Teil der Strecke im Hotel, hatte mein Freund dann den zweiten Gang drin und ist quasi im Standgas den Berg hochgefahren. An einer Stelle kam uns ein ADAC LKW entgegen und er hatte Angst anhalten zu müssen, da dies bedeutet hätte, dass wir die Schneeketten hätten aufziehen müssen. Gottseidank war die Straße dann doch breit genug.
Hier mal zum Vergleich (etwas 200m vom Hotel entfernt, was wir zu dem Zeitpunkt nicht geahnt haben)
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Ca 14h später auf dem Heimweg, da es nur noch so aus
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griechischer Nudel-Hack-Auflauf

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Ich glaube ich habe es schon einmal erwähnt, aber ich mag griechisches Essen. Fleisch, deftige Saucen, leckere Gewürze,…
Also habe ich mal wieder etwas Griechisches Herausgesucht, aber meinen Geschmack angepasst und es kam ein wunderbarer Auflauf heraus.

  • Olivenöl
  • 500g Hackfleisch gemischt
  • 125ml Fleischbrühe
  • Schuss Metaxa
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • Salz
  • Pfeffer (grün/schwarz)
  • Muskat
  • Oregano
  • Makkaroni
  • Butter
  • 0,5l Milch
  • griebener Käse nach Wahl

Zu erst einmal den Käse nach Wunsch fein reiben. Ich esse ja lieber mehr als wenig Käse und vor allem, wenn ein Rezept mit Käse überbacken ist.
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Nun das Hackfleisch in Öl krümelig braten und mit einem Schuss Metaa ablöschen. Danach die Fleischbrühe mit herangeben. Danach die Dose stückige Tomaten drüberkippen und alles verrühren.
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Mit Salz, den beiden Pfefferarten und regano würzen und für 40 Minuten öcheln lassen.
Derweile die Nudeln ganz normal kochen und abgießen.
Die Butter in einem Topf schmelzen lassen (ca 50g), Mehl dazugeben und eine Mehlschwitze herstellen. Nach und nach die Milch unterrühren und das ganze aufkochen. Danach darf die Masse auf mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln, während man ab und an umrührt. Das dann wieder mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss würzen und die Hälfte des Käses unterrühren, so dass dieser schöne Fäden zieht.
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Wer will kann hier auch noch einmal einen Schuss Metaxa hinzugeben.
Den Ofen auf 200°C Ober/Unterhitze einstellen und während dieser vorheizt in eine Auflaufform bwechselnd mit Makkaroni, Hackfleischmasse und Bechamelsauce befüllen. Am Ende muss die Bechamelsauce oben abschließen und darauf wird der Rest Käse verteilt.
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Nun die Auflaufform in den Ofen schieben bis der Käse goldgelb ist (ca 30 Minuten).
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gebratene Putenstücke

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Das ist jetzt etwas relativ einfaches und dennoch sehr leckeres. Ich ernähre mich nach SIS und esse daher Abends keine Kohlenhydrate. Meistens heißt das Salat mit Käse, oder Wurst.
Ab und an heißt das aber auch gebratenes Fleisch. Nun kann es auf Dauer sehr langweilig werden, wenn man sich nur kurz das Fleisch anbrät in Butter/Öl, weswegen ich im Internet nach Ideen gesucht hatte. Bei einer Griechin aus kochbar.de bin ich dann fündig geworden:

  • Putenschnitzel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Oregano
  • Olivenl
  • 2 Zitronen

Die Putenschnitzel in kleinere Stücke schneiden und dann in etwas Olivenöl in einer Pfanne gut anbraten. Dabei wird Salz und Pfeffer über die Putenstücke gegeben.
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Während das Fleisch brät zwei Zitronen halbieren und auspressen.
Die Putenstücke auf einen Teller geben, das restliche Öl aus der Pfanne darüber gießen und Oregano darüber streuen und den Zitronensaft draufgießen.
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Es ist einfach es geht schnell, aber es schmeckt anders/interessanter.

Thüringer Wald 2016 – Schaubergwerk Schwarze Crux

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Nach dem Stasibunker, wollten wir eine Burg in der Nähe besichtigen. Auf dem Weg dahin, fiel uns ein Schild auf, welches darauf verwies, dass das Schaubergwerk Schwarze Crux in der Nähe sei. Kurz auf dem nächsten Parkplatz angehalten (aka um die Kurve geschlidderd) und das Handy gezückt und schon ging in eine 5 Minuten entfernte Ortschaft zum Schaubergwerk. Dort erfuhren wir, dass die eine Führung gerade los ist und wir warten müssten. Zu unserem Glück ist das Bergwerk an ein uriges Restaurant angeschlossen, sodass wir uns erst einmal einen heißen Tee bzw. Glühwein genehmigten.

Die Gruppe kam zurück und wir wurden von dem Führer abgeholt. Zu unserem Glück waren wir nur zu zweit (im Stasibunker waren wir nur 6 Personen + Führer). Das war auch einmal etwas anderes. Kleine Gruppen sind immer individueller. Man sieht man, man kann mehr Fragen stellen und es ist insgesamt angenehmer.

So ging es raus zur Kasse, wo wir auch Helme bekamen und dann unter Tage
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Auch hier begegnete uns wieder die Hl St. Barbara am Eingang
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Das Bergwerk selbst ist schon unter sehr frühen Siedlern entstanden um Eisen zu gewinnen. Die ganze Gegend ist quasi eine einzige Erzblase, weswegen im Bergwerk auch kein Handyempfang war und auch kein Kompass funktioniert. Laut dem Führer hat sich der Besitzer des Gasthauses&Bergwerkes mal dort verirrt und ist 2 Tage im Dunkeln dort unten umhergeirrt, nachdem die Lampe ausging. Da bleibt einem wirklich nur eine lange Leine mitzunehmen.

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Buttermilchkaninchen

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In den letzten Wochen war ich etwas faul, was das online stellen neuer Rezepte angeht. Das sieht man schon daran, dass das hier unser Osteressen war. Ein paar Wochen vor Ostern gab es Kaninchenteile im Angebot. Wir haben sie dann im Tiefkühlfach gebunkert und meine Mutter zu Ostern eingeladen. Da ist sehr ungern vom Knochen abknabbere, haben wir für mich noch eine Packung Kaninchenrücken geholt.

  • 2 Packungen Kaninchenteile, 1 Packung Kaninchenrücken
  • 2 Buttermilch
  • Lorbeerblätter
  • Pimentkörner
  • getrocknete Pflaumen
  • Öl
  • Zimt
  • 800ml Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Becher Sahne
  • dunklen Saucenbinder

Da alle Teile gefroren waren, mussten wir sie dementsprechend erst einmal auftauen lassen. Also haben wir sie zwei Abende zuvor aus dem Tiefkühlfach genommen. Einen Tag vor dem eigentlichen Festmahl, haben wir das Kaninchen dann eingelegt in die Buttermilch, Lorbeerblätter, Pimentkörner und den Zimt
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Die Schüssel wird dann mit Folie abgedeckt in den Kühlschrank gestellt. Zwischendurch sollte man das Kaninchen noch einmal verrühren/wenden, wenn noch etwas Fleisch hinausschaut.

Der Tag des Mahls:
Die Kaninchenteile aus der Marinade nehmen und in erhitztem Öl von allen Seiten schön anbraten. Am besten passiert das bei der Menge schrittweise.
Wenn alles angebraten ist, das restliche Fleisch wieder in den Bräter geben, die Brühe dazugießen und ca 3h bei mittlerer Hitze (ich hatte 150-160°C) köcheln lassen.
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Danach mit Salz/Pfeffer würzen und mit dem Saucenbinder andicken.

Dazu gab es bei uns Rotkraut (das Rezept kommt demnächst auch noch) und Klöße und das Fleisch war so zart, dass es quasi schon vom ansehen auseinanderfiel. Meine Mutter die immer dachte Kaninchen sei zäh, war ganz überrascht wie zart und saftig es sein kann.
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Bret Easton Ellis – Unter Null

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Bret Easton Ellis‘ erster Roman über reiche Jugendliche, die ihrem mondänen Leben zwischen Partys, Sex, Drogen und Gewalt kaum noch einen Kick, geschweige denn einen Sinn abgewinnen können, entwickelte sich nach seinem Erscheinen 1985 in den USA schnell zum Kultbuch

Nachdem ich vor Jahren schon American Psycho gelesen und sehr genossen habe, wollte ich endlich mal das erste Buch des Schriftstellers lesen.
Tja. Wo soll man anfangen?
In dieser Zusammenfassung steht eigentlich schon alles drin. Party hier, Party da, Sex, voreinander masturbieren, Rumhuren, Drogen, noch mehr Drogen, noch mehr Drogendealer und Gewalt.
Das ist eigentlich fast schon der ganze Inhalt.

Unsere Hauptperson Clay ist im 1. Semester an der Uni, bzw. hat es gerade beendet. Es sind Weihnachtsferien und er ist 4 ganze Woche daheim. Diese vier Wochen sind gefüllt mit den benannten Wörtern. Leider verliert sich die Zeitlinie während man es liest. So ist er ein paar Tage da, dann redet er davon, dass er mit seiner Ex oder doch nicht Ex eine Woche in einem Strandhaus war. Dann kommen mehr Partys, die Weihnachtsfeiertage und oh habe ich schon die Partys mit den Drogendealern erwähnt?
Beim lesen kommt es einem eher so vor, als ob er eher Richtung 2 Monate daheim ist und nicht nur 4 Wochen.
Die Idee hinter dem Buch ist gut. Clay ist in dieser Szene drin, geht auf wahllose Partys, nimmt Koks und hat keinen richtigen Lebenssinn. Dafür scheinen seine Freunde alle irgendwie extrem abgedreht zu sein. Einer seiner besten Freunde ist Anfangs unauffindbar und später kommt heraus, dass er inzwischen eine männliche Hure ist um Kohle für Koks, etc. zu beschaffen.
Seine Freunde vergewaltigen nebenbei noch ein kleines Mädchen und er geht einfach nur.

Interessant sind die Rückblenden, als Clays Familienleben noch in Ordnung war Leider fehlt da der Übergang. Wieso wurde aus dem Kind, was mit seinen Eltern und Großeltern Urlaub macht dieser desinteressierte junge Erwachsene?

Leider bemerkt man auch, dass das Buch geschrieben wurde, als der Autor sehr jung war und es „nur“ eine Semesterarbeit war. Ständig wiederholen sich Wörter und ganze Phrasen, was einem hierzulande in einem Deutschtest als Fehler angestrichen worden wäre.

Insgesamt lässt es sich recht flüssig lesen, aber der psychologische Effekt im Hintergrund fehlt. Bei American Psycho begleitet man den Niedergang des Patrick Bateman. In diesem Buch sieht man einfach nur einen Auszug aus Clays Leben, welcher nicht einmal großen Einfluss auf ihn hatt.

Thüringer Wald 2016 – Stasibunker

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Im Hotel hatten wir eine Übersicht mit potentiellen Ausflugszielen bekommen. Darin enthalten war auch ein alter Stasibunker in der Nähe, sodass wir Samstag Morgen dort hingefahren sind. Nein OK..wir sind erst nach Ilmenau zu einem Bergwerk gefahren, was aber entgegen der Information auf deren Internetseite doch geschlossen war.

Der Stasibunker selbst, war früher „Trinkwasserschutzgebiet“
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Sodass die Mitarbeiter die blauen Anzüge an hatten und sich darauf beziehen konnten, hinter den Absperrungen.
Vor dem Bunker war ein Erholungsheim Namens „Richard Sorge“. Laut dem Führer war Richard Sorge in der DDR so etwas wie der Stasiinbegriff. Wo Richard Sorge draufsteht, ist die Stasi darin. Richard Sorge selbst war ein sowjetischer Kundschafter (Spion ist ja negativ konnotiert) der DDR.

Den Bunker selbst betrat man durch eine Schleuse, doch es gab auch zwei Versorgungswege über eine Halle
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Gedacht war er für einen chemischen Angriff auf Ilmenau /Suhle und Umgebung, für die dortige Verwaltung, weswegen der Eingang auch dazu gedacht war sich zu reinigen. Erst den Anzug und später nackt (erst kalt duschen, damit die Poren sich schließen und dann warm)
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Im Bunker selbst strotzte es nur von alter Technik und DDR Andenken.
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Richard Sorge
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Erich an der Wand
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Au dem Tisch in diesem Raum lagen einige alte Zeitungen. Auf einem war ein Bild von einem Schulanfang zu sehen. Daneben stand mit Kuli, dass das Mädchen auf diesem Bild 2014 selbst diesen Bunker besichtigt hat und sich entdeckt hat. Zufälle gibt es.

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Wer dort in der Gegend ist, kann es sich mal anschauen, denn es wirkt wie eine Zeitreise in die Zeit des Kalten Krieges und für ehemalige DDR Bewohner ist es ein Nostalgieflash.